Stillgestanden! Rührt euch! Wer von euch hat gedient? Wann und Wo?

Diskutiere Stillgestanden! Rührt euch! Wer von euch hat gedient? Wann und Wo? im Smalltalk und Offtopic Forum im Bereich Community; Nein...bin dort bei der NATO...
Mita786

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Moin,

bist Du dort Militärattaché ?

Gruß von einem, der an der Marineschule Mürwik 1976 (für Insider: Crew VII/76) als Rekrut die Grundausbildung gemacht hat.
Nein...bin dort bei der NATO...
 
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Muhtreiber

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bin spät mit 24 eingerückt, x-Mal vom Chef zurückgestellt, 87 - 95, Grundausbildung in Leipheim, ab Juli 87 JaBoG 32, Lagerlechfeld, erst Ausbildung zum Störfunker, zuletzt ReFü Stab Technische Gruppe, viele Fach- und Laufbahnlehrgänge in ganz Deutschland, viele tolle Menschen kennen gelernt, einige Kommandos in Beja, Deci, Goose Bay.
Absolut geile Zeit, die ich niemals missen möchte....
Tja, dann waren wir gemeinsam bei den 32ern.
Grundi in Goslar 1/ 89 ( R80RT)
Dann zum JaboG ELOKA Technik HFB 320 (M) vom Neckermann OG bis zum Feldwebel
Ab ´93 Elo Staffel 32er ELS bis ´99 (Ende als OFw mit R100GS )
Sehr viel Kaufbeuren Lehrgänge, Appen, Pinneberg, Jever.
Kommandos Karup, Goose, Florennes, Las Vegas, Cold Lake und Einsätze in Piacenca, sowie Waldseinsatz nach den Stürmen Vivian und Wiepke.
Viel gesehen, meist´ne schöne Zeit.
 
kowiseiner

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1.10.89 bis 30.09.90 PzBtl 34 Nienburg/Weser
gesamte grüne Zeit ca. 9 Monate, aber nicht wegen unehrenhafter Entlassung sondern wegen
vielen Sonderdiensten und etwas Sonderurlaub damit ich ab 1.8.90 mit der Ausbildung starten kann.
Zusätzlich bin ich als W15 zum Bund und als W12er rausgekommen.
Nach meinem Wissen war der Eingang 1.10.89 der einzige Jahrgang, der während der Dienstzeitverkürzung davon
profitiert hat.
Grundausbildung, Führerschein Pkw, Führerschein Kette für MTW, dann festgestellt, dass ich 8 cm zu groß bin für
Panzer (abgetaucht im MTW fahren war tatsächlich ne Qual).
Die Körperlänge muss das BW-K feststellen...
Dann Feldkabelbautrupp; d. h. ein hoffnungslos überladender Iltis wurde von mir durchs Gelände gescheucht.
Die letzten 2 Wochen Schreibstube; Fahrbefehle geschrieben.

Bis auf die letzten Wochen keine Langeweile und nicht bereut.
War ein skurile Zeit; in der Gundausbildung ging es noch gegen Rotland, das aus dem Osten angreift;
kurz nach der Grundausbildung 2 Wochen Nato-Alarm wegen Mauerfall (kein Ausgang; alle Leo 2 komplett aufgerüstet mit Munition) und ein paar Wochen später hatten wir NVA-Offiziere zur Ausbildung in der Kaserne.

Sommer 90 eine Woche große Übung in Bergen mit allem, was fahren konnte, u. a. unsere Leo 2.
Ich durfte 5 Tage einen Stabsoffizier kreuz und quer durchs Gemüse kutschieren; Nachtschießen mit Leuchtspur in trockener Heide.. kam nicht so gut.
Die Übung wurde abgebrochen als Deutschland das WM-Finale erreicht hat.
Freitag gegen Mittag: Abbruch der Übung, auf kürzestem Weg (Autobahn A7) Marsch zurück nach Nienburg; Fahrzeuge verdreckt in der Kaserne abgestellt und nix wie nach Hause; WM-Finale schauen. Hat sich gelohnt, wie wir wissen. Hätte der Russe das mitbekommen hätte er uns mit Papierkügelchen überfallen können.:p
In der folgenden Woche 5 Tage "technischer Dienst". Mei, war der Dreck in der Zwischenzeit angepappt und festgetrocknet....

Eigentlich sollte ich statt der Kette den Mopped-Schein für den Kradmelder machen. 20 min vor Abreise zur Fahrschule wurde aber festgestellt, dass Klasse 4 (die ich mit 16 gemacht hatte) nicht 1 b (damals 80er) ist.
Lkw-Fahrschulplätze waren leider alle schon weg, so blieb mit die Kette F und ich durfte in Augustdorf die Kohlenkiste mit Ketten durch den Schlamm bewegen.
Kaum den Führerschein gemacht, war ich im BW-K Detmold wegen Knieschmerzen. Dabei wurde ich "vermessen" und man fragte mich, ob ich zwischen Musterung und jetzt gewachsen sei.
Jedenfalls war es dann vorbei mit der Kohlenkiste und habe "umgeschult" auf Feldkabelbau.

Entlassung war auch lustig.
Ich war ja schon in der kaufm. Ausbildung. Also für 3 Tage Nienburg; kompl. in ziviler Kleidung (Ausmusterung war schon vorher). Ich hatte 3 Tage Narrenfreiheit.

Zwei Dinge nerven mich aber: Meine Beförderung zum OG wurde vergessen (im Personalstammblatt ist es eingetragen) und am Ende habe ich 12 Tage zu viel gemacht, weil die Herren im Ministerium nicht schnell genug mit der W15 auf W12 Umstellung waren.

In Nienburg war ich danach noch ein paar Mal. Kaserne ist noch da; meine alte Truppe existiert aber nicht mehr.
Ganz viele Nienburger Heimschläfer hatten sich für 4 oder 6 Jahre verpflichtet; tagsüber Bund, danach auf dem elterlichen Hof helfen.
Soweit ich weiß, ist die Einheit aufgelöst und die Truppe körperlich nach Brandenburg verlegt worden. Die Kameraden, die sich verpflichtet hatten mussten mit. Sehr doof für viele.
 
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Man bin ich hier der Älteste ? :smoke:

War von 68 - 72 als Fernmelder in der Stabskompanie Panzergrenadierbrigade 1 Hildesheim.
Hallo, ich war 1968 W 18 in Neustadt am Rübenberg bei der Artillerie Panzerhaubitze M 109 G
da ich aber den Motorradführerschein hatte bin ich Kradmelder geworden, was soll ich sagen es war toll habe einige Maicos verschlissen.
Jetzt müsst ihr noch ausmachen, wer hier der "Dienstaelteste" ist
;)

Ciao
Alex
 
Tuermer

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1987 zurück gestellt worden, ich wollte direkt nach der Lehre zum Bund damit ich das hinter mir hatte aber daraus wurde nix. Erst Ende 1988 hab ich dann mal beim Kreiswehrersatzamt nachgefragt was ich an Formularen ausfüllen soll wenn ich einen Job in der Schweiz annehme.
3 Tage später war die Einberufung da.
3 Monate Grundausbildung zum Nachschub-Buchführer einer Versorgungseinheit in Rheine Damloup Kaserne (die hinter dem Bahnhof) gemacht. Alles noch händisch auf Zettel in 5 Facher Ausfertigung. Man erzählte uns auch dass wir die letzten sind die das so noch lernen, denn in den Einheiten wäre schön alles auf „moderne“ Computer umgestellt. Wenn wir dann damit arbeiten sollen würden wir erst einmal wieder auf einen Lehrgang geschickt. 😳 Auch die grüne Ausbildung kam nicht zu kurz.
Dann Versetzung in die Stamm-Einheit nach Lippstadt. Luft-Lande Brigade 27. Beim einräumen des Spindes klingelte das Telefon und ich würde zum Spieß gerufen. Toll, grad mal eine Stunde dort und direkt zum Spieß, ich hätte doch nix falsch gemacht, oder.... So kurz nach der Grundausbildung hat man ja noch Respekt und Ehrfurcht.
Ordentlich Meldung gemacht und er meinte nur, ruhig junge... haben deine Eltern da und da ein Ausflugslokal? Ich bejahrte das und er sagte, dann hast du schon als Kind bei mir im Panzer gesessen.
Er sucht noch eine Ordonanz für das Offz. Casino. Ob ich mir das vorstellen könnte. Das war dann schnell entschieden und ich bekam eine eigene Stube und wurde von allen andren Diensten befreit. Damit war meine Bundeswehr Zeit sehr erträglich. Und mit der Kaffee-Währung war auch alles zu organisieren.
Es gäbe da noch so einiges mehr zu erzählen aber das fällt sicherlich unter die Schweigepflicht.
Ich habe immer noch Kontakt zu einem Kameraden aus meiner Grundausbildung. Einen solchen Zusammenhalt wie da habe ich bis heute im Leben nicht mehr erfahren.
Meine Zeit beim Bund war keine verlorene Zeit, sondern eine Erfahrung.

Vg, Ralf
 
Spark

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1976 nach Abi Musterung, voll verwendungsfähig. Verwendung als Funker im Panzeraufklärungsbatallion Augustdorf beabsichtigt.
Wegen Eheschließung und Erststudium zurückgestellt. ( verheiratete Wehrdienstfähige wurden auf Erlaß des damaligen Verteidigungsminister Leber aus Kostengründen nicht eingezogen). Zweitstudium, die Vollendung des 27- igsten Lebensjahr und THW-Auslandseinsatzgruppe verhinderten jeglichen Dienst an der Waffe.

Damit wurde ich dem Wunsch meines Vaters gerecht.
Opa im ersten Weltkrieg gefallen, Vater nach Verletzung in Stalingrad und OP's in Tübingen erneut an die Front nach Frankreich geschickt. Dort kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges in englische Gefangenschaft geraten. Nach USA deportiert um im Gefangenenlager im Mississippi- Delta Sümpfe trocken zu legen. 1947 endlich heimgekehrt; inzwischen Eltern und eine Tochter an Diphtherie verstorben.
Meine drei Söhne hatten freie Wahl; zwei entschieden sich zu Ersatzdienst, einer hat bei der BW in Mch studiert und war jahrelang Pilot bei der Luftwaffe, heute in leitender Stellung im Vertrieb in der Privatwirtschaft.

Ich selber hatte nie das Gefühl etwas vermisst zu haben.
Dennoch wertschätze ich diejenigen welche sich zur BW melden und dort als Zeit- oder Berufssoldaten auf Lebenszeit das Fundament unserer Demokratie und Freiheit bereit sind zu verteidigen....wie wertvoll das ist werden wir hoffentlich nie erfahren müssen.
Meine Generation( BJ 56) ist die erste Generation, die ohne Kriege und Unterdrückung aufwachsen durfte...und das wünsche ich meinen Kindern und Enkeln gleichermaßen.
 
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der_brauni

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1976 nach Abi Musterung, voll verwendungsfähig. Verwendung als Funker im Panzeraufklärungsbatallion Augustdorf beasichtigt.
Wegen Eheschließung und Erststudium zurückgestellt. ( verheiratete Wehrdienstfähige wurden auf Erlaß des damaligen Verteidigungsminister Leber aus Kostengründen nicht eingezogen).
Hi Dirk,
das war die Gnade der frühen Geburt.
Vier Jahre später wurde darauf keine Rücksicht mehr genommen, ein Kamerad (der war auch aus Hessen) im Heizerdeck auf dem SM-Boot wurde trotzdem eingezogen, der war nicht nur verheiratet, der hatte sogar ein kleines Kind zuhause; wurde aber auch durch den Bund entsprechend alimentiert.
Man scheute damals weder Kosten noch Mühen um jeden zu kriegen, auch verweigern war damals kein Zuckerschlecken. Habe dies bei einem Stubenkameraden während der Grundausbildung mitbekommen, der das Verfahren erst nach der Einberufung angestrengt hatte.

Gruß Thomas
 
Drexstueck

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Wurde 1992 im Kreiswehrersatzamt Stade T2 gemustert, habe dann noch meine 2 jährige, schulische Ausbildung zum Wirtschaftsassistenten abgeschlossen und wurde zum Oktober 1994 eingezogen zur Grundausbildung nach Hildesheim als Sanitätssoldat 9.San/1. Nach der Grundausbildung in die Stammeinheit nach Rotenburg/Wümme (1.Inst/3). Alle Sanis kamen erstmal zur Fahrschule (LKW), bei mir waren jedoch die Augen nicht gut genug und ich durfte gleich in den San-Bereich ins Geschäftszimmer.
Später habe ich regelmäßig bei den neuen Rekruten Sehtests abgenommen und konnte die Zahlenreihen auswendig. Habe den Stabsarzt gefragt, ob er nicht doch noch mal einen Sehtest bei mir akzeptieren würde, jedoch ließ er sich nicht darauf ein und es wurde nix mit dem Führerschein....Somit war ich ein Quartal länger im San-Bereich als die Kammeraden, die erst nach der Fahrschule kamen und damit wurde ich noch zum letzten Quartal HG.
Da mir das Geschäftszimmer zu langweilig war, bin ich zu jeder erdenklichen Möglichkeit als San-Begleitung mit raus gefahren auf den Schießstand oder für die Ausbildungszüge ins Biwak. Viele lustige Erlebnisse gehabt in Ehra-Lessin, Garlstedt oder Putlos. Auf einer längeren Verlegeübung durch Schleswig Holstein mit dem ganzen Bataillon war es dem Stabsarzt im KrKW hinten zu unwohl, er wollte vorn stizen. Da ich nicht fahren durfte, musste der Uffz ans Steuer und ich lag die ganze Woche hinten im Krankenwagen auf der Pritsche während das Bataillon gerödelt hat. Habe quasi die gesamte Übung nahezu verpennt.....
Schön war noch, dass ich in den ganzen Heftchen für die Zeitsoldaten diverse "Kurse" zur Wiedereingliederung als interessant wahrgenommen habe. Als W12 steht einem sowas ja er ja nicht zu.....bin dann kurz vor Ende der Dienstzeit zur Berufsberatung. Habe dort mit dem Berufsberater einen Passus gefunden, der es ermöglichte, auf Kosten des Arbeitsamtes (Staates) eine Weiterbildung für 1 Jahr genehmigt zu bekommen. Dies war möglich, da meine Ausbildung nur 2 Jahre dauerte und nicht drei. Zu dieser Zeit bekam ich "Unterhaltsgeld". Dies wurde nach dem letzten Lohn/Gehalt berechnet. Ich hatte ja vorher nie Geld verdient (Schulische Ausbildung) und als letztes Gehalt wurde die Abfindung vom Bund herangezogen. War somit für mich als junger Kerl ein sehr schönes Jahr und die Weiterbildung führte letztendlich zu meinem beruflichen Erfolg.
 
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ChrisR

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Von 1987 bis 1991 PzBtl. 194 in Münster - Handorf. Als SaZ 4.

Ich war in der 2. Kompanie auf einem Leopard 1 eingesetzt.
Erst Richt-/Ladeschützen-Ausbildung, dann Unteroffizierslehrgang und anschließend noch den Führerschein für das Teil gemacht.

Mir hat die Zeit sehr gut gefallen.

Liegt vielleicht daran, dass es aufgrund der Personalstärke mit lediglich 52 Leuten sehr familiär zuging. Dienstgradübergreifend.
Wenn man mit drei anderen, gleichaltrigen Typen in so einem Panzer sitzt, dann lernt man recht schnell, was "aufeinander angewiesen sein" bedeutet und für das Raushängenlassen eines Dienstgrades ist da sehr wenig Platz.

Mir hat es unheimlich geholfen (für die damalige Zukunft) soviele Menschen mit so unterschiedlicher Vita kenngelernt zu haben. Und mit allen auskommen zu müssen. Irgendwie. Egal ob formal betrachtet gleichgestellt oder (später dann) in einer "Vorgesetztenfunktion"
Und erstaunlicherweise hat das immer gut funktioniert.

Meine Highlights der damaligen Zeit waren sicherlich immer die Übungsplatzaufenthalte.
Besonders die beiden Male in Camp Shilo/Kanada.

Aber ich kann mich auch noch sehr gut an die letzte "freilaufende" Übung erinnern.
Die haben wir damals (der Wende und der Auflösung der Münsterlandbrigade geschuldet) mit den originalen Plänen des "Ernstfalls" gefahren.

Und somit habe ich tatsächlich das Futtersilo in der Lüneburger Heide kennengelernt, dass als Panzerstellung für mich vorbereitet gewesen war und in dem ich aller Wahrscheinlichkeit nach, mein kleines bißchen Leben ausgehaucht hätte.

Nach all dem Spass und der guten Zeit in "meiner" Einheit, fand ich diesen Gedanken in dem Moment sehr bedrückend.

Trotzdem bleibt es für mich eine wirklich gute Zeit und mein altes schwarzes Barett habe ich immer noch.
 
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3. Panzergrenadierbataillon 342 in der Gneisenau in Koblenz direkt unterhalb von Schmittnam
Richtschütze auf einem SPZ Marder 1A3 - müsste 1993 gewesen sein

Da ein Marder noch was unpraktisch ist habe ich mir 20 Jahre später einen BW Wolf GD250 gekauft und liebe ihn immer noch:
 

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Habe 1982/83 15 Monate meines Lebens mit wenig Sinnvollem verschwendet. Oft war Langeweile angesagt, oder wie es hieß: Tarnen, Täuschen und Verpissen.
Ich war Scharfschütze bei den Grenadieren, bis ich mir im Nahkampf das Schlüsselbein gebrochen habe. Die restlichen 3 Monate war nur noch „Innendienst“ angesagt. Keine Ahnung mehr, was ich da außer Waffenausgabe gemacht habe.
 
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R 1250 GSA / TB, K 1200 RS (K41)
Einberufung zum 15 monatigen Grundwehrdienst zum 02.01.1979. Tatsächlich musste ich erst am
08.01.79 bei der Luftwaffe in Pinneberg antreten. Grund für die Woche "Freiheit" waren die immensen
Schneemengen, welche Norddeutschland unter sich begraben hatten. Die ersten Wochen meiner
Grundausbildung habe ich dann auch mit Schneeschaufeln verbracht. Die Heimreise wurde für die ersten
Wochen gestrichen - die Ausbildung zum Fernmelder und Soldaten musste ja in der verbliebenen Zeit
über die Bühne gebracht werden. Fernmelder war ich eigentlich schon (3 Jahre Ausbildung), und der Umgang
mit den Knarren (G3, Pistole u. MG) war auch nicht wirklich schwer. Da hätten 4 Wochen Grundausbildung schon gereicht.
Nach dieser Ausbildung dann Versetzung zur Technischen Schule der Luftwaffe in Erndtebrück.
Hier 12 Monate Dienst in Wechselschicht im Bunker ( Seine Geschichte ). Aufgabe war, die fernmeldetechnischen Einrichtungen zu betreuen (alles noch schön analog).
Ziemlich langweilig. Abwechslung brachte dann die Tactical Evaluation durch die Amis. Das war dann echt spannend.
Da mussten plötzlich blaue Uniform, Seitenschneider, Lötkolben und Meßgeräte gegen Gewehr G3, Stahlhelm,
ABC - Ausrüstung und Kampfanzug getauscht werden. Das waren einige aufregende Tage, bevor dann wieder
die tägl. Langeweile übernahm.
Die damals als furchtbar wahrgenommene Zeit, mochte ich schon kurz nach meiner Entlassung nicht missen.
So viele verschiedene Typen in so kurzer Zeit kennen zu lernen, und auch mit ihnen umzugehen, das war
Schule für's Leben.

Gruß
erdmann
 
Undicherst

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1988 zu Beginn meiner Mechanikerlehre gemustert: T3 mit Einschränkungen wg. kaputter Kniee und Migräne.
Hätte eigentlich den LKW Schein machen wollen. So durfte ich nicht mal Fahrrad fahren (Aussage vom Musternden Doc) Wäre also max Kleiderkammer, Küche o.Ä. möglich gewesen.
Schon keine Lust mehr gehabt.
Lehre auf drei Jahre wg. weiterer gesundheitlichen Problemen verkürzt und direkt mit einer Umschulung zum Kaufmann angefangen.
KWE von dieser Aktion informiert. Als Antwort habe ich eine Einberufung nach Roth an der Roth bekommen.
Mein Ausbildungsbetrieb hat dann dem Bund mit Anwalt gedroht, da ich eine Umschulung aus gesundheitlichen Gründen gemacht habe und nicht einfach einen zweiten Bildungsweg angefangen habe. (Da hätten sie mich in dem ersten Drittel holen dürfen.)
Sechs Wochen später habe ich die Einberufungsunterlagen innerhalb einer Woche zurückschicken müssen (Drohung mit Gefängnis, wenn ich das nicht mache) und eine Einladung zur zweiten Musterung. Ergebnis: T4 vorübergehend untauglich.
Nach Ende der Umschulung ab zur dritten Musterung. Ergebnis: T5 Untauglich wegen meiner Migräne.
Muss niemand verstehen. Das war ja schon bei der ersten Musterung bekannt.
 
G

Gast 26226

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Bundeswehr? Wäre für mich niemals in Frage gekommen.
Ich war immer ein Individualist, so ne Befehlsstruktur hätte ich wohl kaum akzeptieren können. Ich hätte verweigert. Allerdings ist es mir gelungen, am Ende des Studiums (zurückgestellt) die Ausmusterung zu erreichen, die eigentlich schon bei der Musterung hätte erfolgen müssen.
Wehrpflicht fand ich immer absolut falsch. Allgemeine Dienstpflicht? Von mir aus. Aber dann für alle, nicht nur für Männer.
Dass Frauen nicht eingezogen wurden, weil sie ja Kinder kriegen, war für mich nie ein Argument. Das ist schließlich eine freie Entscheidung.
Wenn ich hier lese, dass die BW-Zeit irgendwie wertvoll war wegen der vielen verschiedenen Typen,mit denen man dort lernen musste zurecht zu kommen, kann ich mich nur wundern. Wer dazu die BW-Zeit brauchte, ................ naja.
 
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Gast 55530

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Fernmelder war ich eigentlich schon (3 Jahre Ausbildung), und der Umgang
mit den Knarren (G3, Pistole u. MG) war auch nicht wirklich schwer.
Knarre? Jungejunge, viel Spaß am WE in der Kaserne beim Aufsatz "Warum das Gewehr G3 niemals nicht Knarre oder Wumme genannt wird." :nono:
Mein Batteriefeldwebel, Dienstgrad Oberstabsfeldwebel, konnte da gaaaaanz komisch werden. :timebomb:
 
erdmann

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Bundeswehr? Wäre für mich niemals in Frage gekommen.
Die Frage lautete:
Wer von euch hat gedient? Wann und Wo?
Aus welchen Gründen jemand verweigert hat oder hätte, ist hier doch nicht das Thema.


.Wer dazu die BW-Zeit brauchte, ................ naja.
[/QUOTE]

Hat ja auch niemand geschrieben.



Gruß
erdmann
 
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erdmann

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Knarre? Jungejunge, viel Spaß am WE in der Kaserne beim Aufsatz "Warum das Gewehr G3 niemals nicht Knarre oder Wumme genannt wird." :nono:
Mein Batteriefeldwebel, Dienstgrad Oberstabsfeldwebel, konnte da gaaaaanz komisch werden. :timebomb:

Jepp, stimmt. Das Wort Knarre hätte ich damals nie benutzt, dazu waren die wenigen Wochenenden während der Grundausbildung einfach zu kostbar. Später, in der Stammeinheit war mein Zugführer (Olt.) und die Uffze in solchen Dingen viel lockerer.



Gruß
erdmann
 
homer_killer

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Knarre ... pfff. Das war unser Braut :playfull: zumindest bis nach der Grundausbildung.
Dann hatte ich als StAN Waffe die MP2 A1 auch besser als Uni bekannt. Die war eigentlich nur Ballast und die Wahrscheinlichkeit jemand damit auf 5 Meter zu treffen war beim werfen höher als beim schiessen:facepalm:
 
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Später, in der Stammeinheit war mein Zugführer (Olt.) und die Uffze in solchen Dingen viel lockerer.
Der Übergang von der Grundausbildung zur eigenlichen Einheit war für mich - und wahrscheinlich für viele andere auch - fast wie ein weiterer "Kulturschock". Statt militärischem Drill und Formaldienst war man plötzlich wieder unter ganz normalen Leuten.

Gruß Thomas
 
Thema:

Stillgestanden! Rührt euch! Wer von euch hat gedient? Wann und Wo?

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