
elfer-schwob
Dein Moped,Ich glaube, dass ich den Anlasser mit einem Mannesmann-Inbusschlüssel genauso fest anschrauben kann wie mit einem von Proxxon. Ob das an einen von Ikea rankommt, weiß ich nicht...
Deine Arbeitsweise,
Dein Werkzeug,
brauchst Dich hier also nicht zu rechtfertigen...
Mein Tipp war ehrlich konstruktiv gemeint. Wie wohl auch die der Anderen, die auf geeigneteres Werkzeug hingewiesen haben.
Nicht nur - aber auch - für Dich, trotzdem nochmal was zur Verdeutlichung:
Die beiden 8er-Inbusschrauben des Anlassers sollten mit 20 Nm angezogen werden.
20 Nm sind aus einer Hand am Standard-L-Schlüssel (wie er bspw. im Bordwerkzeug liegt) gezogen schlicht nicht machbar. Weder am langen Teil des "L" gezogen und schon gar nicht am kurzen.
Zudem sollte der Daumen überm Drehpunkt die Kraft am anderen Ende des Hebels 1:1 kompensieren, denn sonst drehst Du den Schlüssel nicht um die Schraubenachse, sondern verscherst und verkantest ihn im 6-Kant. Das ist mit einer Hand nicht zu schaffen!
Genau das fast unvermeidliche Verkanten des L-Schlüssels im 6Kant ist aber das, was die Schraubenköpfe ausnudelt. Ein nicht gegengehaltener L-Schlüssel hüpft mit Schwung aus der Inbus-Passung und fliegt durch die Garage. Und wenn dann schon mehrfach praktiziert wurde, ist der Schraubenkopf hin (der Schlüssel auch).
Mein simulierter L-Schlüssel (hier im Foto ein kleiner 1/4´´-Knebel) auf einem guten Hazet-Drehmo, eingestellt auf 20 Nm, hat eine Hebellänge von 100 mm und ist im Durchmesser ähnlich einem 6er-L-Schlüssel. Beim Ziehen mit 20 Nm muß ich gegen den Schmerz in der Hand andrücken. Mit dickem Handschuh wär das zu verhindern. Ich schaffe die 20 Nm mit Gegenhalten per Daumen gerade so. Aber freihändig und gut zugänglich an der Werkbank stehend und nicht ohne Sicht aufs Ziel unterm Moped liegend...
Mit längeren L-Schlüsseln verbessert sich logischerweise das Hebelverhältnis.
Mit einer kleinen 1/4´´-Wera-Rätsche, ca. 145 mm lang und mit gutem Griff schaff ich die 20 Nm mehrfach und bequem, es braucht aber trotzdem noch einen gewissen Kraftaufwand. Das Entscheidende ist, daß die Kraft der Drehung am Werkzeug 1:1 in die Schraubenachse führt und nicht als Scherkraft im 6Kant verpufft.
Wenn´s ans Lösen der selben Schrauben geht, ist die benötigte Kraft dafür noch 1,5 bis 2mal so hoch! Die Schraubenköpfe werden meist beim Öffnen ruiniert....
Als passionierter Hobbyschrauber hab ich´s öfters mit total vernudelten Inbussen an den alten GSen zu tun. Und natürlich an Stellen, an die man nicht gut beikommt. Und die Köpfe sind eben deshalb rund, weil mit falschem und oder billigem Werkzeug "geschraubt" wurde.
Für den Gegenwert einer einzigen Arbeitsstunde beim Unfreundlichen hast Du einen für die GS individuell zusammengestellten Werkzeugsatz, der lebenslänglich hält, mit dem das Schrauben Spaß macht, die Arbeit in der halben Zeit gemacht ist und mit dem keine Schraubenköpfe ruiniert werden.
8-17er (19) Ring-Gabel-Schlüssel,
Die gleichen Größen gestaffelt in 1/4- und 3/8´´-Nüssen, plus 2 gute Ratschen incl. Verlängerungen,
Inbus-Bits 3-8 und Torxe bis 45. Und ja nach Umfang der Arbeit noch das eine o. a. kleine Tool mehr.
Wenn auf dem Werkzeug dann Hazet, Gedore, Wera, oder auch Proxxon o. ä. draufsteht, dann machst Du niGS falsch. Hazet, Gedore und Co müssen nicht zwangsweise nagelneu sein. Da nahezu unkaputtbar, von Privat bei KA oft sehr günstig zu kriegen.
Grüße vom elfer-schwob
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