Bremsflüssigkeit wechseln nach 12 Monaten?

Diskutiere Bremsflüssigkeit wechseln nach 12 Monaten? im R 1250 GS und R 1250 GS Adventure Forum im Bereich Motorrad Modelle; Da siehste mal... der deutsche TÜV gilt als sooo sicherheitsbedacht. Der Zustand der BFK interessiert die aber kein bißchen. Aber gnade Dir Gott...
WorldEater

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Da siehste mal... der deutsche TÜV gilt als sooo sicherheitsbedacht.
Der Zustand der BFK interessiert die aber kein bißchen.
Aber gnade Dir Gott das Motorrad hat keine Soziushaltegriffe. ☠
 
Andi#87

Andi#87

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Oh mann. Wie will man denn den Siedepunkt elektrisch messen?
Was Du elektrisch misst, ist nur die Menge an freiem Wasser, aber nicht die Menge an gelöstem Wasser. Und die ist viel kritischer, weil sie bei Hitze ausdampft und sich zur Menge an freiem Wasser addiert.

Wie war das? Wer misst, misst Mist :zwinkern:
 
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RogerWilco

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Ich habe mal BFK in ein Glas gegeben, zugeschraubt und draussen abgestellt.
Die hat sich nicht verändert, keine Luftfeuchte, dicht, alles ok,
Das Bremssystem ist nicht ganz dicht, also zieht die BFK Wasser.

Andere Hersteller von Motorrädern wechseln die BFK nur alle 2 Jahre nach ihren eigenen Herstellervorgaben. Die haben auch ein System aus Pumpen, ABS, Leitungen und Bremssätteln. Jedes Jahr halte ich für zu viel des guten.

Aber wer Zeit hat, oder das Geld für die Arbeit in der Werkstatt: besser als zu selten gewechselt.

Ich selbst mache das an den beiden älteren Mopeds auch nur alle 2 Jahre.
Da brauche ich kein Messgerät, das Intervall ist nicht zu lange.
Ein Mann von ATE meinte zu den Bremssätteln und dem Bremssystem am Auto: regelmässig wechseln und das System wird zuverlässig funktionieren. Der meinte wohl, dass sich Bremsflüssigkeit nicht nur über den Siedepunkt ändern kann, ob sie geliert wie die käufliche ATE-Paste? Wohl eher nicht.
 
Andi#87

Andi#87

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Die bremsen Paste von (z.B. )ATE ist nicht geliert, schon gar nicht durch Alterung, sondern eingedickt und behandelt... :zwinkern:

P.S. Ich wechsel vorne 1x/Jahr und hinten (zwangsweise) alle 5-7.000km
 
vessi

vessi

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da geht es um die elektrische messung...
nicht um den siedepunkt, lieber andy...
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Andi#87

Andi#87

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Ich hab geschrieben, warum eine elektrische Messung (also Leitfähigkeit) keinen Sinn ergibt....

Bin dann hier mal raus...
 
Peter1811

Peter1811

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Leute, immer mit der Ruhe, die Messstifte sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss.
Aber zeigt er null an ist alles noch gut, zeigt er mehr an, dann wechsle ich die Suppe.
Er liefert zumindest einen Anhaltspunkt und ganz miese Bfk erkennt er alle mal und selbst wenn minimale Feuchtigkeit in der Anlage Dampfblasen bildet, fällt noch lange nicht die ganze Bremse aus, sie wird erstmal nur etwas matschig. Aber wie war es schon immer: wir machen Jemanden ne schicke Angst und er zahlt, nach dem Motto, wenn der Taler in dem Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt.
 
Hansemann

Hansemann

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Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag nur darauf hinweisen, dass jemand der bei der Ausgangsfrage schon keinen Plan von Bremse hat, besser die Finger davon lässt und in die Werkstatt geht.

Was dann aber draus wurde finde ich auch äußerst amüsant und unterhaltsam.

Weiter so :schrei: :smilie_tanz: :smilie_tanz: :daumen-hoch:
 
SuMoQ

SuMoQ

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Yamaha schreibt alle 2 Jahre sowie alle 4 Jahre die Leitungen :-)
Vermutlich zukünftig bei jedem 3. Tank vorgang, der muss dann auch beim Händler mit Spezialbenzin durchgeführt werden. Safety First
 
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Was Du elektrisch misst, ist nur die Menge an freiem Wasser, aber nicht die Menge an gelöstem Wasser. Und die ist viel kritischer, weil sie bei Hitze ausdampft und sich zur Menge an freiem Wasser addiert.
Jetzt müsstest Du mir aber noch jemand schlüssig erklären, was er Unterschied zwischen "freiem Wasser" und "gelöstem Wasser" bei einer hygroskopischen Flüssigkeit sein soll. Man nimmt ja gerade aus dem Grund eine solche Flüssigkeit als Bremsflüssigkeit, damit diese Wasser aufnehmen kann um eine Tropfenbildung zu verhindern. Also wenn Wasser rein kommt .. wird dies gelöst (zumindest bei den Mengen von denen wir hier reden).
Der Nasssiedebunkt sinkt bei Aufnahme von Wasser (z.B. DOT4 Siedetemperatur >230Grad, bei 3,7 % Wasseranteil nur noch ca 140Grad) weil sich Dampfblasen dann eben früher bilden.
Natürlich ist eine Siedepunktmessung am genauesten - da sich aber auch die elektrische Leitfähigkeit bei Wasseraufnahme ändert, gibt auch eine rein elektrische Messung in den meisten Fällen nach meiner Meinung ausreichendes Indiz.
 
lederkombi

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Ich bin so um 2010 herum am Hahntennjoch beinahe in einer Spitzkehre über die Klippen...

Grund war ein totales Versagen der vorderen Bremsen. Wir sind in einer Gruppe, ich mit der 1200RT, über die Hügel geheizt (ging damals noch) und hatte die Dicke jeweils etwas hart angebremst. Dann ist es auf der Nordseite, relativ weit oben nach dem Pass, plötzlich und ohne Vorwarnung passiert: Handhebel liess sich bis zum Anschlag durchziehen und hat keinerlei Verzögerung gezeigt. Letztlich hatte mich die Fussbremse und etwas Reserve der Schräglage gerettet. Jedenfalls war anschliessend die Unterhose nass und die Kollegen erschüttert, jeder wollte mal an am Hebel ziehen.
Ein Anruf an BMW München resultierte dann in der Empfehlung (nach meinem Hinweis, dass ich noch heimfahren möchte) ganz vorsichtig und langsam zu fahren. Insbesondere man davon ausging, dass Wasser in der BF sei. Vorgeschichte war, dass mein damaliger Händler am Druckmodulator einen Anschluss auf Garantie wechseln musste (Rückruf) und vermutlich dabei alte BF genommen hat. Der Händler bzw. der Werkstattchef hat alles abgestritten, aber einen anderen Grund gab es schlicht nicht. Und eine Kontrolle der BF ergab: Wasser bzw. zuviel davon -> Siedepunkt zu tief.
Würde ich im Flachland wohnen, wäre mir das nicht so wichtig. Bis die BF am Sattel 100 oder mehr Grad erreicht, braucht es viel. Aber am Berg schaut das anders aus.

Edit: 100 Grad statt 140
 
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teileklaus

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ja nun man klann jede Bremse ins Fading bringen, Wir hatten mal einen dabei der meinte mit Sozius genausoschnell zu sein wie die anderen Solo und mit 50 PS weniger..
das wäre vl noch gegangen aber er bremste immer vor jeder Kurve mit dem R1100RS Fußpedal, ( Fahrzeug strecken...)
Dann war die Scheibe hinten blau und der Hebel am Boden.

Erst zu wechseln wenn der TÜV vas zuviel messen könnte halte ich für mich für zu kurz gedacht..
Möglichst hoch die Latte bei der Bremsflüssigkiet und beim Wechsel..
 
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RogerWilco

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Immer wieder lustig und dann doch wieder nicht im Zusammenhang mit "Griff ins Leere"
 
Andi#87

Andi#87

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Jetzt müsstest Du mir aber noch jemand schlüssig erklären, was er Unterschied zwischen "freiem Wasser" und "gelöstem Wasser" bei einer hygroskopischen Flüssigkeit sein soll. Man nimmt ja gerade aus dem Grund eine solche Flüssigkeit als Bremsflüssigkeit, damit diese Wasser aufnehmen kann um eine Tropfenbildung zu verhindern. Also wenn Wasser rein kommt .. wird dies gelöst (zumindest bei den Mengen von denen wir hier reden).
Korrekt. Bis zum Sättigungsgrenzwert. Bis dahin ist das Wasser aber chemisch gebunden und kann nicht einfach nachgemessen werden.
Was dann danach kommt, und was der Hansemann mit seinen Stiften misst, ist das freie Wasser (also on Top), meistens oben im Bremsflüssigkeitsbehälter.

Fun Fact: Da oben ist es eigentlich egal, was für ne Plörre da drinnen ist. Das kann auch Olivenöl oder Hydrauliköl sein. Hauptsache eine Flüssigkeit.
Die Musik spielt unten am Bremssattel. Da müsste man eine Probe zapfen und diese entweder mit Vakuum trocken oder auf 200°C erhitzen und dann den Druck des dann verdampfenden Wassers messen. So wie das die Profigeräte machen.
 
jausnstandl

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Erst zu wechseln wenn der TÜV vas zuviel messen könnte halte ich für mich für zu kurz gedacht..
Möglichst hoch die Latte bei der Bremsflüssigkiet und beim Wechsel..
Kann natürlich jeder machen wie er will.

Neue Bremsflüssigkeit hat einen Siedepunkt von 220-270°.
Unter einem Siedepunkt von 160° ( das entspricht einem Wassergehalt von ca 3%) gibt's kein Pickerl mehr. Ich erhalte den Siedepunkt jährlich bei der Überprüfung ( oder im Zweifel jederzeit beim ÖAMTC) und wechsle in der Regel bei < 180° Siedepunkt, sodass ich nie ein negatives Gutachten bei der Überprüfung bekommen kann. Was soll passieren?
 
teileklaus

teileklaus

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aus den geschilderten Fadingproblemen ergibt sich für mich= ich will möglichst nicht auf 2% Wasser kommen, also wechsle ich frühzeitig, messe aber bei der Sattelflüssigkeit etwas aus dem Entlüfterventil auf den Tester.. nicht die Voratsflüssigkeit.
Für mich ist der Tüv da egal weil ich besser haben will.
Ich kaufe auch Flüssigkeit mit dem höchsten erhältlichen Siedepunkt.. Glaub ATE 200..war das. oder von Bendix gint es auch eine.. Nassiedepunkte von 300 Grad sind möglich.
 
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