
tullnfranz
Themenstarter
Nachdem ich längere Zeit als Mitleser bei euch reingeschaut habe, aber nie was zur F 900 GSA gelesen habe, möchte ich nun doch selbst was dazu sagen:
Ich bin quasi Fahranfänger, meinen A-Schein habe ich (mit PKW und LKW) 1973 gemacht, aber nie ein entsprechendes Motorrad gefahren.
Mein Entschluss, die (noch nicht am Markt erhältliche BMW F900 GS Adventure) zu bestellen, war das Resultat einer Liste mit Eigenschaften, von denen ich angenommen hatte, dass sie mir wichtig sein sollten. Punkte wie Quickshifter + Blipper, Tempomat, ca. 100 PS, kein zu kleiner Tank, Tirol-taugliche Dezibel, Preis unter 20k (Österreich-Preis!), Händlernähe, etc., waren Punkte auf dieser Liste.
Im Jänner 2024 bestellt, habe ich sie im April 2024 übernommen.
Und was kann ich jetzt nach fünf Monaten und 10.000 km sagen?
Subjektives.
Weil mir fehlt eine ausreichende Vergleichsbasis, ist ja irgendwie mein erstes Motorrad (bin in frühen Jahren eine Zeit lang eine CZ 125 Zweck-gefahren; bzw. habe vor der BMW jetzt nur ein paar andere ausgeliehen gehabt, um eine Ahnung zu bekommen).
Was mag ich:
Dass mir das Hinterteil öfters in Kurven, Kreisverkehren wegrutscht irritiert mich schon etwas; bin aber bereit die Ursache bis auf weiteres bei mir zu suchen, und nicht Reifen und Traktionskontrolle zu verdächtigen.
Der einzige bisherige Aufwand, außer Routine-Service, war eine kaputte Lampe der Kennzeichenleuchte (ach ja – und ein selbstverschuldeter Seitenspiegel).
Der Verbrauch bisher liegt bei 4,7 Liter/100km.
Ich bin quasi Fahranfänger, meinen A-Schein habe ich (mit PKW und LKW) 1973 gemacht, aber nie ein entsprechendes Motorrad gefahren.
Mein Entschluss, die (noch nicht am Markt erhältliche BMW F900 GS Adventure) zu bestellen, war das Resultat einer Liste mit Eigenschaften, von denen ich angenommen hatte, dass sie mir wichtig sein sollten. Punkte wie Quickshifter + Blipper, Tempomat, ca. 100 PS, kein zu kleiner Tank, Tirol-taugliche Dezibel, Preis unter 20k (Österreich-Preis!), Händlernähe, etc., waren Punkte auf dieser Liste.
Im Jänner 2024 bestellt, habe ich sie im April 2024 übernommen.
Und was kann ich jetzt nach fünf Monaten und 10.000 km sagen?
Subjektives.
Weil mir fehlt eine ausreichende Vergleichsbasis, ist ja irgendwie mein erstes Motorrad (bin in frühen Jahren eine Zeit lang eine CZ 125 Zweck-gefahren; bzw. habe vor der BMW jetzt nur ein paar andere ausgeliehen gehabt, um eine Ahnung zu bekommen).
Was mag ich:
- Mir gefällt meine Sitzgeometrie (bin ca. 180 groß), und dass ich mindestens 400 Kilometer am Stück fahren kann, bevor ich tanken muss.
- Man kann nie genug Kraft und Drehmoment haben, aber die 105 PS und die 93 Nm sind ganz OK.
Wobei die Kraftentwicklung erst ab ca. 4.000 U/min beginnt Freude zu machen, darunter wirkt es etwas unwillig. - Keyless Ride habe ich dabei, eine sehr angenehme Einrichtung.
- Wenn die (Android)Software „BMW ConnectedDrive" in Kombination mit all anderem funktioniert, ist die Smartphone-Anbindung recht brauchbar;
das Steuerrad am linken Lenker-Griff finde ich eine gute Idee.
Das Routing und die Kartendarstellung der BMW App finde ich sehr gut. - Tempomat … nicht mehr ohne.
- Quickshifter/Blipper … möchte ich nicht missen.
- Eine größere Windschutzscheibe (von Wunderlich), weil mit der Originalscheibe habe ich lästigen Luftzug auf den Schultern gehabt.
- Die vergrößerte Seitenständerauflage gibt ein minimal verbessertes Gefühl beim Abstellen.
- Mein Givi Topcase mag ich. Mit der Möglichkeit von Seitenkoffern kann ich mich nicht recht anfreunden (obwohl bei meiner Ausführung die Halterungen schon drauf sind).
- Z.B. weniger Gewicht. Die ca. 250 kg sind schon heftig, und der Schwerpunkt ist hoch oben. Auf ebenem Untergrund habe ich die Füße gut am Boden, aber wehe es ist deutlich schräg (und/oder weicher Untergrund), und es fehlen unter der Fußsohle ein paar Zentimeter – höllisch aufpassen. Die Toleranzgrenze zum Kippen ist sehr schnell erreicht, bzw. habe ich sie auch einmal überschritten. Da war dann der linke Spiegel ab. (Die Logging-Funktion der BMW Software kann auch Schräglage aufzeichnen – das waren „84° links" im Log.)
- Quickshifter/Blipper … Mit den Minuspunkten (aus meiner Sicht) habe ich gelernt zu leben. U.U. ist ja alles normal, und ich erwarte zu viel, aber... Will ich wirklich weiche Schaltvorgänge, muss ich mit der Hand kuppeln, oder die Schalthilfe nur bei nicht zu hohen Drehzahlen und Kräften einsetzen. (Bei KTM und Honda hat mir das besser gefallen). Dass er mich bei bestimmten Gasgriffstellungen gar nicht schalten lässt, sehe ich auch nicht wirklich ein.
- Ziemlich schlimm finde ich, dass bei geringen Geschwindigkeiten beim Tritt nach unten vom 2. zum 1. Gang manchmal der Leerlauf drinnen ist. Sehr böse auf engen Kehren/Kurven, wenn plötzlich in Schräglage der Schub weg ist.
- Tempomat … diesen zu aktivieren bzw. zu deaktivieren braucht sorgsamen Umgang. Nur kurz Aktivieren_drücken und glauben das wars, ist nicht. Da ist der Schub kurz mal weg bis die (Tempomat)Software so richtig übernimmt, man muss also einen Deut länger noch am Gas bleiben. Deaktivieren des Tempomats erfolgt z.B. durch Runterschalten oder Bremse_betätigen. Antippen der Bremse (ohne echtem Bremsvorgang) genügt schon um den Tempomaten zu deaktivieren, und das Bike geht via Motorbremse in die Knie. Habe mir für die Deaktivierung angewöhnt, die Kupplung zu ziehen und mit Gefühl auszulassen, das ergibt ein sanfteres Nachlassen der Geschwindigkeit.
- Von wegen „geht in die Knie"… immer wieder etwas irritierend für mich, wie das Bike beim Bremsen des Vorderades in die Gabel eintaucht. Das Optimum an Feder/Dämpfereinstellung hab ich noch immer nicht für mich gefunden.
- Licht… ist ganz OK bei höherrangigen Straßen. Leider musste ich bei meiner ersten nächtlichen Fahrt auf engen slowenischen Passstraßen feststellen, dass das geradeaus leuchtende Licht mir so gar nicht beim Einbiegen in Kurven und Kehren hilft.
Eine bleibende Erinnerung. Nie wieder in der Nacht auf kurvigen Strecken! Kurvenlicht wäre angesagt. - Zur (Android) Software mit Cradle… habe das Cradle kaum mehr in Verwendung, bin zu SP-Connect als Alternative übergegangen. Wenn das Handy im Cradle fixiert wird, hat man keinen Zugriff mehr auf die seitlichen Tasten des Mobiltelefons – für einen halbwegs normalen Betrieb nicht tragbar.
- Manchmal kann ich „Normalbetrieb" der Software (Zusammenspiel von BMW, Handy und Helm) nur durch AEG (Ausschalten-Einschalten-Geht wieder) aller (!) Komponenten erreichen.
- Dass ich selbst erstellte GPX Dateien nicht (unverändert) übernehmen und darstellen kann, ist schon frustrierend. Diese GPX Dateien werden immer von der BMW-App umgewandelt, und damit in eine teilweise andere Route verändert. Das Thema habe ich noch nicht durchschaut.
- Ein weiterer Punkt der App - das Logging der Fahrzeug-Daten (wie z.B. auch Schräglage) kann nicht ausgelesen (zum Handy bzw. PC übertragen) werden. Finde ich enttäuschend, dass meine gespeicherten Daten mir nicht wirklich komplett zur Verfügung stehen. Vielleicht verstehe ich da was nicht; zumindest habe ich noch nirgends eine (Er)Klärung gefunden.
Dass mir das Hinterteil öfters in Kurven, Kreisverkehren wegrutscht irritiert mich schon etwas; bin aber bereit die Ursache bis auf weiteres bei mir zu suchen, und nicht Reifen und Traktionskontrolle zu verdächtigen.
Der einzige bisherige Aufwand, außer Routine-Service, war eine kaputte Lampe der Kennzeichenleuchte (ach ja – und ein selbstverschuldeter Seitenspiegel).
Der Verbrauch bisher liegt bei 4,7 Liter/100km.