Männertour Tag 3
Von Le Houches aus ging es dann los auf die Route de Grande Alpes. Zumindest soweit der Plan. Nun jedoch ereilte uns das Schicksal das wir es mit den ersten gesperrten Pässen zu tun bekamen und daher über Albertville ausweichen mußten um die Pässe zu umgehen und an unser nächstes Tagesziel zu gelangen. Unser heutiges Tagesziel hieß Embrun.
Zwischendurch fand mein GPS eine herrliche Paßstraße, eine wundervolle Abkürzung, auf der es dann einfach nicht mehr weiter gehen wollte

aber immerhin das Tal war sehenswert, die Temperaturen an diesem Tag zwischen 0 und 14 Grad Celsius. Mit der GS durchaus angenehm, meine Kumpels auf ihren Harleys taten mir bei den Pausen hin und wieder schon ein wenig leid.
Bei unsere Mittagspause auf eine Pizza in Saint Michel de Maurienne, saßen wir im T-Shirt bei 17 Grad Celsius schön draußen auf der Terasse in der Sonne als plötzlich ein Mann für alles in der Stadt an unseren Tisch trat. Er war aus seinem Transporter gestiegen auf dem diverse Aufkleber mitteilten das er der lokale Schreiner, Installateur und Harley Händler war, der gleichzeitig auch noch eine Pension betrieb. Er bot uns Zimmer für die Nacht an woraufhin uns der Wirt des Lokales erklärte das man wohl in kürze mit reichlichem Schneefall am Nachmittag rechnen würde und wir uns überlegen sollten doch noch ein Zimmer im Ort zu beziehen. Selbstverständlich ließen wir uns nicht beirren und fuhren weiter auf der Landstraße bis Modane, wo wir aufgrund einsetzenden tröpfelns vorzogen den Tunnel nach Italien zu wählen, zu dem Zeitpunkt noch in der Hoffnung auf der Südseite der Berge Sonne zu erwarten - weit gefehlt.
Bei der Einfahrt in den Tunnel hatten wir exact 7 Grad Celsius, im Tunnel ging die Temperatur hoch bis auf 32 Grad und als wir in Italien aus dem Tunnel kamen schüttete es wie aus Kübeln sodaß wir uns gerade noch unter ein Vordach retten konnten um unsere Regenkombis über zu ziehen. Damit bewaffnet ging es dann weiter über Cesana Torinese Richtung Briancon. Auf dem Paß bei über 1800 Meter ging dann der Regen beim Aufstieg in die dicksten Schneeflocken über die ich bisher erlebt habe, und ich war schon einige male bei Schneefall Ski fahren. Die Temperatur ging herunter bis auf - 1 und beim abwischen des Visiers frohr der Schnee an den Überhandschuhen fest. Dafür wurden wir auf den letzten eineinhalb Stunden hinter dem Paß mit lediglich dauerhaftem Starkregen entlohnt. Über die Sauna in unserem Hotel für diese Nacht waren wir sehr froh. Das Hotel in Embrun, bzw Crots, eine echte Emfpehlung für nur knapp über 50 Euro je Nacht.