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JoachimG
Hallo zusammen,
also hier noch ein paar Antworten auf eure Fragen:
Hyttas: ja, man nutzt die Sanitäranlagen des Campingplatzes. Ganz selten gibt es auch mal Hütten mit eigener Dusche / WC (wir hatten genau eine) das sind aber dann schon halbe Häuser mit 2-3 Zimmer. Die Standardhütte besteht aus einem einzigen Raum mit 4 Schlafplätze in Form von 2 Stockbetten. Die Matratze ist oftmals mit einem Leintuch überzogen, dass aber scheinbar eine ganze Saison herhalten muß. Decken, wenn überhaupt vorhanden, sind meist ebenso versifft. Der Empfindliche nimmt also ein Leintuch und einen Schlafsack mit, dem weniger Empfindlichen reicht letzterer.
In einer Ecke steht ein Kühlschrank (hatten wir immer), ferner gibt es meist eine einfache oder doppelte Kochplatte, selten mal einen E-Ofen mit 4 Platten. Geschirr (Töpfe, Teller, Gläser, Besteck) ist häufig, aber nicht immer vorhanden. Die Hütten sind fast immer mit elektrischen Heizlüftern beheizt, die gelegentlich schon mal zum Durchbrennen der Schmelzsicherung führen (die gibts dann kostenlos am CheckinCounter.) Die Moppeds können im Allgemeinen direkt neben der Hütte geparkt werden. Durchschnittspreis für eine 4er Hütte: 35..40€, also ca. 10€ pro Nase. Duschbenutzung in den Sanitäranlagen kostet meist extra, genauso wie Waschmaschine und Trockner. Es gibt aber auch Vorzeigeplätze, bei denen diese Leistungen schon inbegriffen sind. (Irgendwo hatte ich damals eine online-Seite, bei der genau dies alles aufgelistet war. Mal sehen, ob ich die noch finde. evtl. wars auch die, die der Kollege hier schon geposted hatte.
Vielleicht schaffe ich es morgen mal , ein paar Bilder online zu stellen.
Neben den Hütten auf den Campingplätzen werden oft auch Häuser, Hütten und Anglerhütten (hatten einen eigenen Namen, den ich aber gerade nicht mehr weiss) von privat vermietet. Infos dazu bekommt man oft in den Dörfern (z.b. mal in der Tanke nachfragen)
Mücken: sind nur dort, wo kein Wind geht. Typischerweise trifft das für die meisten Campingplätze zu, weil sie irgendwo ein bischen geschützt liegen. Auch am Polarkreis waren sie noch zu finden in Schweden, allerdings schon nicht mehr so viele. Noch weiter nördlich stehen nicht mehr viel Bäume und der Wind geht fast immer, so dass hier das Risiko zunehmend abnimmt.
Reifen: ich hatte die alten Tourance (also nicht EXP) drauf. Die Tour waren 10000km auf 3 Wochen und, ich trau es mir kaum sagen: bei der gesetzlichen Verschleissgrenze hatten sie in Summe 22000km drauf. Im Normalfall hielt auf der alten 1200GS der alte Tourance bei mir so etwa 11000km. Im Endeffekt hatte Norwegen nur 2mm in Reifenmitte gekostet, wobei diese vermutlich eher von An/Rückfahrt über die Autobahn herrührten (a. 130km/h konstant). Das Genussfahren in Norwegen hat also nicht viel ausgemacht. Bei den Kollegen war es ähnlich. Wir hatten noch Conti Trailattack und einen Anakee dabei). Ich würde aber trotzdem auf jeden Fall empfehlen, neue Reifen aufzuziehen: Regen, Sand und im schlimmsten Fall Offroad Einlagen sind damit sicher besser zu meistern. Offroad war übrigens nicht Absicht: bei uns fehlten an einer Stelle mal 6km Asphalt (aber noch mit festem Unterbau) und an anderer Stelle hatte man auf 24km die Strasse gerade mal weggerissen, wo wir dann alle Schichten des Unterbaus ausprobieren durften - Grobschotter - Sand - Schlamm,...). Nach kurzer Eingewöhnung ging das aber auch ohne Grobstoller.
Da fällt mir gerade ein: an Baustellen mit Strassensperre gibt es normalerweise keine Ampelanlage (davon hatten wir überhaupt auf die ganzen 8000km nur so an die 5) - vielmehr gibt es vorne und hinten ein Männlein mit Fahne und man wird an der Stelle dann von einem FollowMe Fahrzeug abgeholt, dem man dann die ganze Strecke entlang folgt bis ans Ende der Baustelle. In dem Auto sitzen übrigens meist 2 Personen - ja, in Norwegen gibt es quasi keine Arbeitslosen.
Benzinkocher: ich hatte nirgends eine Einschränkung gesehen auf den Campingplätzen. Wir hatten einen dabei, ansonsten nur Gaskocher. Man sollte es allerdings nicht so machen wie der Kollege, der zu wenig vorher geübt hatte und gleich bei der ersten Übernachtung die komplette HolzTischgruppe mal kurz in Brandgesetzt hatte. Gott sei dank war sie relativ feucht und ist gleich wieder erloschen. Auf keinen Fall sollte man mit den Dingern auf der Holzveranda der Hütten (beim Eingang so 1m breit) kochen. Die sind trocken und so eine Hütte ist sicher nicht billig. Abseits der Campingplätze gilt in ganz Norwegen übrigens das generelle Verbot von Feuerstellen. Ich denke aber mal, gerade die Skandinavier halten sich da am wenigsten dran (die Midsommernachtsfeuer waren quasi die reinste Müllverbrennung)
Gruß
Joachim
also hier noch ein paar Antworten auf eure Fragen:
Hyttas: ja, man nutzt die Sanitäranlagen des Campingplatzes. Ganz selten gibt es auch mal Hütten mit eigener Dusche / WC (wir hatten genau eine) das sind aber dann schon halbe Häuser mit 2-3 Zimmer. Die Standardhütte besteht aus einem einzigen Raum mit 4 Schlafplätze in Form von 2 Stockbetten. Die Matratze ist oftmals mit einem Leintuch überzogen, dass aber scheinbar eine ganze Saison herhalten muß. Decken, wenn überhaupt vorhanden, sind meist ebenso versifft. Der Empfindliche nimmt also ein Leintuch und einen Schlafsack mit, dem weniger Empfindlichen reicht letzterer.
In einer Ecke steht ein Kühlschrank (hatten wir immer), ferner gibt es meist eine einfache oder doppelte Kochplatte, selten mal einen E-Ofen mit 4 Platten. Geschirr (Töpfe, Teller, Gläser, Besteck) ist häufig, aber nicht immer vorhanden. Die Hütten sind fast immer mit elektrischen Heizlüftern beheizt, die gelegentlich schon mal zum Durchbrennen der Schmelzsicherung führen (die gibts dann kostenlos am CheckinCounter.) Die Moppeds können im Allgemeinen direkt neben der Hütte geparkt werden. Durchschnittspreis für eine 4er Hütte: 35..40€, also ca. 10€ pro Nase. Duschbenutzung in den Sanitäranlagen kostet meist extra, genauso wie Waschmaschine und Trockner. Es gibt aber auch Vorzeigeplätze, bei denen diese Leistungen schon inbegriffen sind. (Irgendwo hatte ich damals eine online-Seite, bei der genau dies alles aufgelistet war. Mal sehen, ob ich die noch finde. evtl. wars auch die, die der Kollege hier schon geposted hatte.
Vielleicht schaffe ich es morgen mal , ein paar Bilder online zu stellen.
Neben den Hütten auf den Campingplätzen werden oft auch Häuser, Hütten und Anglerhütten (hatten einen eigenen Namen, den ich aber gerade nicht mehr weiss) von privat vermietet. Infos dazu bekommt man oft in den Dörfern (z.b. mal in der Tanke nachfragen)
Mücken: sind nur dort, wo kein Wind geht. Typischerweise trifft das für die meisten Campingplätze zu, weil sie irgendwo ein bischen geschützt liegen. Auch am Polarkreis waren sie noch zu finden in Schweden, allerdings schon nicht mehr so viele. Noch weiter nördlich stehen nicht mehr viel Bäume und der Wind geht fast immer, so dass hier das Risiko zunehmend abnimmt.
Reifen: ich hatte die alten Tourance (also nicht EXP) drauf. Die Tour waren 10000km auf 3 Wochen und, ich trau es mir kaum sagen: bei der gesetzlichen Verschleissgrenze hatten sie in Summe 22000km drauf. Im Normalfall hielt auf der alten 1200GS der alte Tourance bei mir so etwa 11000km. Im Endeffekt hatte Norwegen nur 2mm in Reifenmitte gekostet, wobei diese vermutlich eher von An/Rückfahrt über die Autobahn herrührten (a. 130km/h konstant). Das Genussfahren in Norwegen hat also nicht viel ausgemacht. Bei den Kollegen war es ähnlich. Wir hatten noch Conti Trailattack und einen Anakee dabei). Ich würde aber trotzdem auf jeden Fall empfehlen, neue Reifen aufzuziehen: Regen, Sand und im schlimmsten Fall Offroad Einlagen sind damit sicher besser zu meistern. Offroad war übrigens nicht Absicht: bei uns fehlten an einer Stelle mal 6km Asphalt (aber noch mit festem Unterbau) und an anderer Stelle hatte man auf 24km die Strasse gerade mal weggerissen, wo wir dann alle Schichten des Unterbaus ausprobieren durften - Grobschotter - Sand - Schlamm,...). Nach kurzer Eingewöhnung ging das aber auch ohne Grobstoller.
Da fällt mir gerade ein: an Baustellen mit Strassensperre gibt es normalerweise keine Ampelanlage (davon hatten wir überhaupt auf die ganzen 8000km nur so an die 5) - vielmehr gibt es vorne und hinten ein Männlein mit Fahne und man wird an der Stelle dann von einem FollowMe Fahrzeug abgeholt, dem man dann die ganze Strecke entlang folgt bis ans Ende der Baustelle. In dem Auto sitzen übrigens meist 2 Personen - ja, in Norwegen gibt es quasi keine Arbeitslosen.
Benzinkocher: ich hatte nirgends eine Einschränkung gesehen auf den Campingplätzen. Wir hatten einen dabei, ansonsten nur Gaskocher. Man sollte es allerdings nicht so machen wie der Kollege, der zu wenig vorher geübt hatte und gleich bei der ersten Übernachtung die komplette HolzTischgruppe mal kurz in Brandgesetzt hatte. Gott sei dank war sie relativ feucht und ist gleich wieder erloschen. Auf keinen Fall sollte man mit den Dingern auf der Holzveranda der Hütten (beim Eingang so 1m breit) kochen. Die sind trocken und so eine Hütte ist sicher nicht billig. Abseits der Campingplätze gilt in ganz Norwegen übrigens das generelle Verbot von Feuerstellen. Ich denke aber mal, gerade die Skandinavier halten sich da am wenigsten dran (die Midsommernachtsfeuer waren quasi die reinste Müllverbrennung)
Gruß
Joachim